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Helicobacter pylori und MagenkarzinomKeywords: Eradikation , Gastroenterologie , Helicobacter pylori , Karzinom , Magen , Screening Abstract: Das Magenkarzinom stellt weltweit das vierth ufigste Malignom und die zweith ufigste Todesursache durch Karzinome dar. Die meisten F lle werden immer noch in einem fortgeschrittenen Stadium mit schlechter Prognose diagnostiziert. Effektive Strategien zur Pr vention und Früherkennung sind daher dringend erforderlich. Durch epidemiologische Studien konnte die kausale Beziehung zwischen einer Helicobacterpylori- (H.-p.-) Infektion und einem Magenkarzinom eindeutig bewiesen werden. Dabei f rdert das Bakterium die Karzinogenese über 2 Mechanismen: (1) über eine indirekte Wirkung durch Induktion einer entzündlichen Reaktion und (2) über direkte Wirkungen auf Zellen der Magenmukosa durch Modulation des Proteinstoffwechsels und Induktion von Genmutationen. Die beiden wichtigsten Virulenzfaktoren von H. p. sind die Pathogenit tsinsel Cag und das vakuolisierende Zytotoxin VacA. Unter klinischen Gesichtspunkten stellt sich die Frage, ob durch eine H.-p.-Eradikation das Risiko, ein Magenkarzinom zu entwickeln, gesenkt werden kann: Insgesamt zeigen die publizierten Studien, dass durch eine H.-p.-Eradikation die Inzidenz des Magenkarzinoms gesenkt werden kann. Durch eine Strategie, in der Normalbev lkerung auf H. p. zu screenen und im Falle einer H.-p.-Infektion eine Eradikationstherapie durchzuführen, kann jedoch nur ein verh ltnism ig geringer Anteil aller Magenkarzinome verhindert werden. Eine solche Strategie ist demnach nur in L ndern mit hoher H.-p.-Pr valenz sinnvoll. Insgesamt deuten die durch Studien in der Normalbev lkerung gewonnenen Daten darauf hin, dass das Magenkarzinomrisiko am effektivsten gesenkt werden kann, wenn die H.-p.-Eradikation frühzeitig, d. h. vor Entwicklung einer atrophen Gastritis, durchgeführt wird. Zus tzlich gibt es überzeugende Daten, dass bei Hochrisikopatienten nach endoskopischer Mukosaresektion eines Magenfrühkarzinoms das Risiko der Entwicklung eines neuerlichen Magenkarzinoms durch eine H.-p.- Eradikation deutlich gesenkt werden kann. An der Entwicklung eines Impfstoffs gegen H. p. wird intensiv gearbeitet.
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