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Hypoandrogenismus und sexuelle Dysfunktion - Parameter oder Komorbidit t des metabolischen Syndroms?

Keywords: Hypoandrogenismus , Metabolisches Syndrom , sexuelle Dysfunktion

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Das metabolische Syndrom ist eine relativ h ufige Stoffwechselerkrankung mit in der Zukunft wachsender Pr valenz. Die Parameter des metabolischen Syndroms sind gut definiert und werden st ndig aktualisiert. Die wichtigsten Parameter sind: viszerale Adipositas, gest rte Glukosetoleranz, erh hte Triglyzeridwerte, niedrige HDL-Cholesterinspiegel und Hypertonie. Sexuelle Dysfunktion kommt bei Menschen, die an metabolischem Syndrom leiden, h ufig vor. Zumindest 30 % der vom metabolischen Syndrom Betroffenen leiden auch an sexueller Dysfunktion. Sowohl das metabolische Syndrom als auch die sexuelle Dysfunktion sind h ufig mit niedrigen Testosteronspiegeln assoziiert. Bis dato ist nicht klar, ob Hypoandrogenismus das metabolische Syndrom verursacht oder vice versa. Interessant ist, dass Hypoandrogenismus h ufig verschiedenen Stoffwechselst rungen wie Adipositas, Insulinresistenz und metabolischem Syndrom vorausgeht. Diese Tatsache macht wahrscheinlich, dass Hypoandrogenismus und metabolisches Syndrom gemeinsame Wurzeln haben und auch das gleiche Risikofaktorprofil teilen. Die sehr komplexen pathophysiologischen Mechanismen der hypothetischen Kausalit t sind bei weitem noch nicht gekl rt. Endotheliale Dysfunktion als Pr kursor der Atherosklerose scheint dabei eine wesentliche Rolle für beide metabolisches Syndrom und sexuelle Dysfunktion zu spielen. Die intakte endotheliale Funktion ist Voraussetzung für den Funktionsablauf der Erektion. Rezente Studien beleuchten unter anderem auch diesen Zusammenhang. Abschlie end kann festgestellt werden, dass sowohl Hypoandrogenismus als auch endotheliale Dysfunktion offenbar eine signifikante Rolle bei der Entstehung des metabolischen Syndroms spielen. Weitere Studien sind notwendig, um den hormonellen und metabolischen Hintergrund dieser komplexen Erkrankung endgültig auszuleuchten und die Sinnhaftigkeit gezielter therapeutischer Interventionen wie z. B. Testosteronsubstitution zu untersuchen.

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