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Relative sea-level development and isostasy along the NE German Baltic Sea coast during the past 9 ka.

DOI: 10.3285/eg.59.1-2.01

Keywords: radiocarbon dating , baltic sea , ne germany , relative sea-level , isostasy , sea-level fluctuations , coastal mires , macrofossils

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Abstract:

Jüngere Pegeldaten aus dem nordostdeutschen Ostsee-Küstenraum legen nahe, dass die eustatische Komponente der gegenw rtigen Meeresspiegel nderung überlagert wird durch eine r umlich differenzierte nicht-eustatische, insbesondere glazial- isostatisch, Komponente. Um zu untersuchen, in welchem Ma e die frühere Meeresspiegelentwicklung durch diese beiden Komponenten beeinflusst wurde, wurde versucht, diese so weit zurück zu verfolgen, wie dies die M chtigkeit der marinen Küstensedimentfolgen erlaubte. Drei neue relative Meeresspiegelkurven wurden abgeleitet, wovon zwei hier zum ersten Mal pr sentiert werden. Die Kurven basieren auf zahlreichen AMS-Radiokohlenstoff-Datierungen von Meeresspiegel-Indexpunkten wie Basistorfen, arch ologischen Unterwasserfunden und Torfprofilen aus Küstenüberflutungsmooren. Obwohl der Indikationswert der Proben aus den Küstenmooren wegen deren m glicher Kompaktion fraglich ist, konnten zuverl ssige Angaben durch den Abgleich von Daten aus unterschiedlichen Ablagerungsr umen gewonnen werden. Die drei abgeleiteten Meeresspiegelkurven überdecken den Zeitraum von 6000 bis 7000 v. Chr. bis zur Gegenwart und divergieren gleichm ig mit zunehmendem Alter. Ein Uferlinienverschiebungsdiagramm zeigt, dass tektonische Ereignisse dieses r umliche Bewegungsmuster nicht signifikant beeinflusst haben. Für die Bestimmung der isostatischen Komponente wurden die Meeresspiegelkurven verglichen mit einer von Denys/Baeteman (1995) publizierten Kurve für die belgische Küste, die als tektonisch und isostatisch stabiler gilt. Der Verlauf dieser Kurve wird daher haupts chlich von der eustatischen Komponente bestimmt. Der Vergleich legt nahe, dass der SW-Abschnitt der deutschen Ostseeküste gegenw rtig eine leichte Submergenz aufweist, m glicherweise infolge eines sich rückbildenden, glazial bedingten Randwulstes. Im zentralen Abschnitt ist die isostatische Bewegung vor wenigen Tausend Jahren ausgeklungen, im n rdlichen Abschnitt h lt sie dagegen immer noch an. Hier betr gt die maximale Hebung w hrend der letzten 9000 Jahre etwa 6 m relativ zur belgischen Küste.

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