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VATS-Lobektomie versus Standard-Lobektomie bei nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom: Kontra VATS-Lobektomie

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Die Versuchung, die VATS (videoassistierte Thorakoskopie)-Lobektomie anstelle der offenen OP zu preisen und zu offerieren ist unter dem Aspekt der Patientenakquise offenbar verlockend. Das Ergebnis der Operation sollte in beiden F llen ein Lobektomiepr parat einschlie lich der Lymphknotenpakete aller erreichbaren Kompartimente sein. Wird nun ein neues Verfahren, im konkreten Fall ein neues Zugangsverfahren implementiert, so sollte mindestens Gleichwertigkeit, wenn nicht sogar überlegenheit zum herk mmlichen Verfahren untersucht bzw. belegt sein. Es wurden zwar die Machbarkeit und Sicherheit der VATS-Lobektomie an ausgew hlten Kollektiven dargestellt, unter Evidenzansprüchen bleiben die Erwartungen jedoch unerfüllt. Darüber hinaus stellen einige Beobachtungsstudien zur VATS-Lobektomie einen Vergleich zu Operationen mit posterolateralem Zugang und ohne Einsatz moderner Schmerztherapie dar. Am wenigsten überzeugen jedoch die Ergebnisse der Lymphknotendissektion anl sslich von VATS-Resektionen. Onkologische Operationen mit der Chance einer Kuration dulden keine Kompromisse. Bedenkt man, dass die Protagonisten der VATS-Lobektomie jedem Operateur noch eine Lernkurve in der Ausübung der VATS zugestehen, so tut sich ein Widerspruch zum Prinzip der onkologischen Operation auf. Im Einzelfall mag die VATS-Lobektomie ihre Berechtigung haben, als Routineverfahren für das nicht-kleinzellige Lungenkarzinom im Frühstadium ist sie derzeit noch abzulehnen.

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